In dem interdisziplinären Projekt „Metabolat – Künstlerisch wissenschaftliche Forschung zu marinen Umwandlungsprozessen“ erprobte Präsentationsformate finden Einzug in den Vorlesungssaal des Instituts für Pharmazie der Universität Greifswald. Das gleichnamige Ausstellungsprojekt wurde letzten Sommer im Koeppenhaus Greifswald realisiert von der Mikrobiologin Dr. Marie-Katherin Zühlke, der Künstlerin Susanne Gabler und mir. Unter anderem referierten wir im Rahmen einer unserer Lecture Performances über die Anwendbarkeit von Algen.
Dr. Marie-Katherin Zühlke war nun am 23. Januar 2026 zu Gast in einer Veranstaltung des Praktikums “Pharmazeutische Biotechnologie“. Normalerweise referiert hier Dr. Britta Jürgen vor den Studierenden. Neben den praktischen Übungen und den klassischen Vorlesungen, die sie hält, lädt sie aber immer wieder Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Arbeitskreis, geleitet von Prof. Dr. Thomas Schweder, ein. Diese stellen dann ihre Forschungsgebiete vor und bringen den Studierenden den wissenschaftlichen Betrieb und den Forschungsalltag nahe.
In der kürzlich zurück liegenden Veranstaltung drehte sich nun alles um Anwendbarkeit und Gelbildung von Alginat. Studierende erhielten dabei nicht nur einen theoretischen Einblick, sondern waren auch eingeladen sich im Selbstversuch Rote-Beete-Bubbles für einen flotten Algencocktail herzustellen. Ein Verfahren, dass sich bereits in der Lecture Performance bewährt und das Publikum begeistert hatte, sorgte schließlich auch in den Räumlichkeiten der Universität für gute Stimmung.
Aber die performativen Interventionen bringen nicht nur gute Laune, sondern können die Aneignung von Wissen ungemein erleichtern und komplizierte wissenschaftliche Inhalte mit Erfahrungen auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen verknüpfen. Fakten verbinden sich mit Erlebnissen und verankern sich so, ganz anders als nur theoretisch erworbenes Wissen, tief in unserer Erinnerung.
